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30.05.2010

Trip to SONGWA / Tanzania - Karibu SONGWA!

KARIBU SONGWA!

Am 22. Mai 2010 traf sich eine Gruppe aus 9 Männern und Frauen in Dar es Salaam, um zusammen eine neue afrikanische Erfahrung zu machen. Guido Bernadelli und Lorenzo Carboni von La Marzocco initiierten diese Reise nach SONGWA mit einer bunten Teilnehmermischung an Händlern und Kunden sowie Anke Erichsen von MAHLKÖNIG. Am Sonntagmorgen startete die Gruppe zu dem Teil des Flughafens in Dar es Salaam, der für private Charterflüge genutzt wird, etwas zu früh, so dass alle noch etwas schläfrig waren nach der langen Anreise aus den verschiedensten Ländern (Neuseeland, Australien, Dänemark, Norwegen, Italien und Deutschland) am Tag zuvor. Sofort wurde natürlich nach einem ordentlichen Kaffee gesucht und schließlich entdeckten wir, dass ein kleiner Laden sogar Riftview Kaffee aus Utengule ausschenkte, den wir dann kurz vor dem Abflug noch genossen. Die Flugzeit nach Mbeya betrug ca. zwei Stunden und für einige Teilnehmer war es der erste Flug in einer kleinen Chessna und dementsprechend aufregend. Mbeya ist ein winzigkleiner Flughafen bestehend aus einem Haus mit einer riesigen Bierreklame auf dem Dach und einem Feuerlöscher, der im Ernstfall die Funktion der Feuerwehr übernehmen soll. Alles zeigt dem Reisenden: Take it easy in Africa!

Über einen kurzen, sandigen Weg erreichten wir die wunderschöne Utengule Lodge – unseren Aufenthaltsort für die nächsten drei Tage. Wir waren überwältigt von der Schönheit dieses Ortes: atemberaubende Blicke über das Riftvalley, grüne Bäume und Gras, die ersten Kaffeeplanzen, ein großes, rundes Hauptgebäude aus lokalen Hölzern, verschiedene Terrassen und Schattenplätze zur Entspannung und ein Pool zur afrikanischen Abkühlung. Die Lodge ist eine unerwartete Überraschung in einer wilden, unberührten Natur. Nach einer freundlichen Begrüßung mit erfrischenden, kühlen Tüchern und einem tropischen Saft bezogen alle Reisenden ihre Zimmer, alle mit einem wunderschönen Blick über das Tal. Viele der Zimmer sind zweistöckig mit einer überdachten Terrasse, von der aus man das Panorama und die Sonnenuntergänge genießen kann. Für alle Sportbegeisterten bietet die Lodge ein Volleyballfeld, Tennis und Squash Courts sowie den Pool. Auch Wanderer und Jogger kommen hier voll auf ihre Kosten.

Von Montag bis Mittwoch wurde von Thomas Plattner, dem ehemaligen Farmmanager, das Kaffeeschulungsprogramm durchgeführt, inklusive Wanderungen durch die Kaffeefelder, dem Pflanzen von Setzlingen und Besichtigung der Weiterverarbeitungsanlage CityCoffee in Mbeya.

Das ausführliche Schulungsprogramm beinhaltet folgende Themen:
-    Ursprung des Kaffees und Botanik
-    Von der Bohne zur Pflanze
-    Zucht von Kaffeeplanzen
-    Düngung
-    Bewässerung
-    Ernte und Weiterverarbeitung
-    Von der Blüte bis zur reifen Kirsche
-    Pflanzen, schneiden, Krankheitsbefall
-    Pflücken / Ernten

Die Kaffeefelder sahen hervorragend aus, die neuen Pflanzungen wuchsen gut an und die Bäume waren voller Kirschen bereit zur Ernte in den nächsten Wochen. Besonders das Pflücken war für alle eine spezielle Erfahrung, da man so erst eine Vorstellung bekommt, wieviel manuelle, harte Arbeit in der Ernte von Kaffee steckt. Wir haben ausgerechnet, dass eine Kaffeekirsche ca. achtmal angefasst wird, bevor man sie schließlich zur Weiterverarbeitung in die Mühle transportiert.
Da Thomas über 10 Jahre die Farm gemanagt hat und seit fast 20 Jahren in Tanzania lebt, konnte er wirklich alle Fragen zu Landwirtschaft, Kaffee, Politik und Kultur in Ostafrika hervorragend beantworten. Das Abendprogramm mit Grillen und Bushdinner unter dem Vollmond machte unseren Aufenthalt perfekt.

Nach der ausführlichen Kaffeeschulung machten wir auf dem Weg zum Tendala Tented Camp am Eingang des Ruaha Nationalparkes Neema Crafts in Iringa halt. Neema Crafts ist eine Arbeitstelle für Behinderte und wird von der Anglikanischen Kirche Iringa geführt. Die bewegenden Lebensgeschichten dieser Menschen machte uns alle sehr betroffen. Neema Crafts hat es geschafft ihnen wieder Lebensfreude und eine Aufgabe zu geben. Jetzt stellen sie Papier aus Elefantenkot her, weben Schals, bedrucken Stoffe, fädeln Armbänder aus recyceltem Glas und basteln Solarpanels, obwohl sie vorher zu den Ärmsten der Armen gehört haben, die z.T. sogar von ihren Familien versteckt oder verstoßen wurden. Die Organisation von Neema Crafts wird durch Spenden unterstützt und sie benötigen jede Hilfe, die man sich nur denken kann. Bei Interesse bitte unter www.neemacrafts.com nachschauen!

Von Iringa sind es immer noch ca. 110 km auf einer hoppeligen Sandpiste, bis man das Tendala Tented Camp erreicht. Schon vor der Ankunft sahen wir unseren ersten Elefanten! Im Camp erhielt jeder ein wunderschönes Zelt auf Stelzen mit einem „openair“ Badezimmer. Massai-Krieger bewachten jeden Schritt, um sicherzustellen, dass keine wilden Tiere den Besuchern gefährlich werden können. Viele beeindruckende Baobabs (riesige einheimische Bäume) machten die Landschaft zu einem unvergesslichen Erlebnis und sogar ein kleiner Pool war vorhanden, um die Anstrengungen der langen Anreise vergessen zu lassen. Das leckere Abendessen im Freien unter den Sternen und mit Vollmond war sicherlich ein Höhepunkt der Reise!

Oder war es doch die Safari am nächsten Tag? Die ersten Massai-Giraffen wurden noch groß bestaunt, aber nach vielen Stunden und unzähligen Tieren (Krokodile, Nilpferde, Impalas, Zebras, Kudus, Adler) bekamen wir kurz vor dem Mittagsstopp die Gelegenheit etwas sehr Seltenes zu sehen: Eine Gruppe von Löwen, die gerade ein Impala verspeiste. Der äußerst beeindruckende Löwe frass, während der Rest der Gruppe – zwei Löwinnen und vier Junge – abwarten mussten, bis er fertig war. Wir waren so nah, dass wir die Knochen knacken hörten und das Blut riechen konnten. Was für ein unglaubliches Erlebnis!

Asante Sana Tansania!
Wir wollen so schnell wie möglich wiederkommen und mehr von diesem wunderschönen Land kennenlernen.

Um weitere Informationen und Möglichkeiten einer solchen Reise zu erfahren schauen Sie bitte unter: www.songwa-estates.com
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